Neues Features für Windows 10

05
Jun

Windows 10 wird einiges ausbügeln, was Windows 8 falsch gemacht hat und bringt nebenbei noch neue Features auf den Markt, mit denen die Hersteller ihre Kunden auf das beste Windows aller Zeiten einstimmen wollen. Was dann in der Endversion in Windows 10 enthalten sein wird, das steht noch nicht hundertprozentig fest.

Klassisches Startmenü und verbesserter Explorer

Das klassische Startmenü kehrt mit Windows 10 zurück, wer sich allerdings mit dem Startbildschirm von Windows 8 angefreundet hat, kann diesen auch weiterhin nutzen. Desktop PC-Nutzer können zurück zum Startmenü gelangen, während Touch-Geräte die Kachel-Oberfläche der Vorgänger-Version unterstützen. Das Startmenü sieht ein wenig wie Windows 7 aus und kann durch Kachel-Apps erweitert werden, bis dann der komplette Bildschirm voll ist. Die Programmleiste bleibt auch ohne Kacheln, diese wird alphabetisch sortiert, der Button zum Herunterfahren, sowie die Suchleiste für Programme und Dateien auf dem Computer. Die Programmleiste erscheint auf der linken Seite und die App-Kacheln auf der rechten. Am oberen Rand sieht man den Benutzernamen, das Nutzermenü öffnet sich mit einem Klick, das man bislang nur über den Startbildschirm von Windows 8.1 erreichen konnte. Jetzt ist das Ändern des Profilbildes, die Sperrung des Rechners sowie die Abmeldung möglich und die Benutzerkontenverwaltung in den PC-Einstellungen.

Es haben sich einige Dinge am Explorer getan, der jetzt wesentlich aufgeräumter und strukturierter als noch Windows 8.1 daher kommt und moderne Icons und neue Beschriftungen enthält.

Der Task Switcher

Der sogenannte Task Switcher zeigt alle aktiven Fenster an und keine Icons, wenn man auf Add A Desktop klickt kann man einige Neuerungen kennenlernen, denn so kann man einen neuen Desktop erstellen, um auf diesem wieder eigene Apps und Programme zu starten. Diese Funktion gab es allerdings schon bei Mac OS und Ubuntu und man kann so viele Desktops öffnen wie man möchte, so wie es die Bildschirmauflösung halt zulässt oder die eigene Arbeitsweise beeinflusst. Man kann über das Fenster Icon der Taskleiste sehen, was man in unterschiedlichen Desktops am Laufen hat – und das in Echtzeit.

Action Center statt Charms Bar

Die Charms Bar wird abgeschafft, stattdessen werden die Fähigkeiten mit dem Action Center kombiniert, wobei es sich um eine breite Leiste handelt, die nicht nur einen schnellen Zugriff auf System-Features und Einstellungen ermöglicht, sondern auch das Teilen von Informationen. Dies bedeutet letztendlich, dass die Schnellzugriffs-Tasten als auch Benachrichtungen im Action Center auflaufen, so dass man alle Benachrichtungen und Meldungen von allen Programmen und Apps im gleichen praktischen Menü geliefert bekommt. Um eigene Informationen und Bilder in das Action Center zu liefern werden den Entwicklern umfangreiche Schnittstellen angeboten, um einzelne Benachrichtungen bestimmter Apps bei Bedarf auszuklappen. So kann man zum Beispiel Fotos einsehen, die man zusammen mit einem Facebook-Post eines Freundes veröffentlicht hat. Weitere Features sollen die Möglichkeit einer Bearbeitung bieten, um auf einen auflaufenden Anruf zu reagieren oder auf einen Facebook-Post zu antworten.

Voll- oder doch lieber Fenstermodus?

Bei Windows 10 kann man sich selber aussuchen, ob man Apps aus dem Windows Store im Fenstermodus oder als Vollbild sehen möchte. Wenn man den Startbildschirm aktiviert hat, dann werden die Apps im Vollbildmodus dargestellt, wenn man über das Startmenü die Apps öffnet, dann machen sie es im Fenster.

Erweiterte Aero-Snap-Funktion mit Snap Unterstützung

Windows 10 wird durch das Andocken von Fenstern an einen Bildschirmrand oder eine andere geöffnete Anwendung erweitert. Mit dem Snap Assist kann man ein Fenster auf einer Hälfte des Bildschirmes andocken und Windows zeigt einem dann alle Fenster, die derzeit geöffnet sind. Mit einem einfachen Klick kann man diese auf eine Hälfte oder nur ein Viertel des Bildschirmes bringen, in Verbindung mit dem Task Switcher und den multiplen Desktops hat man somit einige Verbesserungen in Workflows.

Continuum

Das Feature ist nur für Besitzer von Hybrid-Geräten interessant, die sowohl mit als auch ohne Tastatur bedient werden können. Windows 10 erkennt in diesem Fall ganz automatisch, ob eine Tastatur abgezogen wurde und vergrößert das Startmenü auf die volle Bildschirmgröße, was besonders ideal für Menschen mit dicken Fingern ist.

Cortana jetzt auch auf dem Desktop

Die Sprachassistentin soll die gleichen Funktionen wie die bisher für Windows Phone Optionen anbieten, so kann man nicht nur Suchanfragen stellen, sondern auf aktuelle Informationen zugreifen können, die auf den eingegebenen Interessen und Anfragen zusammengestellt werden. Der Dienst bekommt ein eigenes Icon mit dem man die lokale Festplatte mittels Sprachassistent durchsuchen kann – so kann man Fotos aus einem bestimmten Zeitraum oder bestimmte Arten von Office-Dokumenten zu bestimmten Themen per Sprachanfrage durchforsten und anzeigen lassen. Cortana bietet auch die Möglichkeit, dass man anstatt der normalen Suchfunktion auch Keyboard-Eingaben vornehmen kann.

Externe Speicher sind leichter erreichbar

Die Speicherung von Dateien auf portablen Speichermedien wurde vereinfacht, man kann jetzt einen USB Stick aus jedem Programm über den Speicher-Dialog direkt unter dem Eintrag ” Desktop” erreichen, was dem Nutzer einige Klicks erspart und so für mehr Effizienz beim Einsatz portabler Datenträger sorgt.