Rollenspiel für Touristen: Todessimulator in Shanghai

10
Okt

Eine skurrile Touristenattraktion wurde Anfang September in Shanghai eröffnet – hier gibt es einen Simulator genannt ” Experience of Death ” (Todeserfahrungen), wo Besucher die Möglichkeit haben, das Sterben mittels dieses Simulators einmal auszuprobieren.

Wie kamen die Unternehmer auf so eine verrückte Idee?

Die Unternehmer haben ein Live-Rollenspiel designt, bei dem die Teilnehmer verschiedene Prüfungen des Lebens absolvieren müssen, um dann am Ende doch noch zu sterben. Die beiden Geschäftsleute betreiben eine Organisation, die Sterbebegleitung für Krebskranke anbietet, wobei das traurigste an dem Job ist, dass sich die Familien nicht mit dem Tod auseinander setzen wollen, was sie dazu bewogen hat, dieses Rollenspiel einmal zu entwickeln. Anfangs waren sie sich noch sehr unsicher über das mögliche Interesse, da es in Südkorea und Taiwan bereits ähnliche Angebote gibt. Dass die Nachfrage dann doch sehr groß war, hat ein Crowfunding Aufruf gezeigt.

Wie läuft das Rollenspiel ab?

Bei dem Rollenspiel folgt nach dem Tod die vorgetäuschte Einäscherung in ein Krematorium, wobei Heißluft und Lichteffekte ein erschreckend realitätsnahes Erlebnis bieten soll. Die Spieler finden sich nach der vorgetäuschten Verbrennung in einer künstlichen Gebärmutter wieder, um dann wiedergeboren zu werden.

Was erhoffen sich die Entwickler mit dieser skurrilen Idee?

Was die beiden sich mit dieser skurrilen Idee erhoffen: Man soll sich Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen und sich auf sehr persönliche Art und Weise mit dem Tod auseinandersetzen. Das ganze wirkt bisher aber nur wie eine ganz simple Gruselachterbahn.